c.technology – Das digitale Rückgrat der vernetzten Mobilität

Hallo Christian, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Stell dich unseren Leser:innen doch mal kurz vor – wer bist du, und was machst du bei c.technology?

Ich bin Christian Fehr, Co-Founder und CEO von c.technology AG. Wir entwicklen und betreiben eine Plattform, die Fahrzeuge, Hersteller, Händler und Endkunden in Echtzeit vernetzt und so völlig neue digitale Services ermöglicht.

Vielleicht möchtest du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen?

c.technology ist eine Schweizer SaaS-Plattform mit Sitz in Zürich. Wir liefern die digitale Infrastruktur für führende Fahrzeughersteller (OEMs) in den Bereichen Motorrad, Marine, ATV/UTV und urbane Mobilität – bewegen uns aber gerade in neue Märkte. Mit unserer Cloud, AI-gestützten Analysen und White-Label-Apps unterstützen wir OEMs dabei, Kosten zu senken, Händlernetzwerke zu stärken und ein Premium-Connected-Erlebnis zu bieten

Welches Problem wollt ihr mit c.technology lösen?

Fahrzeughersteller stehen vor der Herausforderung, Fahrzeugdaten effizient zu nutzen, vernetzte Dienste schnell bereitzustellen und zugleich strenge Datenschutz- sowie Cybersecurity-Anforderungen zu erfüllen. Ihre eigentliche Stärke liegt jedoch im Bau und der Vermarktung von Fahrzeugen – und darin, auch in makroökonomisch schwierigen Zeiten erfolgreich zu navigieren. Genau hier setzen wir an: Mit einer sofort einsatzbereiten, skalierbaren Plattform sind wir der verlässliche Partner, der diese digitale Lücke schliesst und Herstellern ermöglicht, sich auf ihr Kerngeschäft zu konzentrieren.

Wie funktioniert euer Geschäftsmodell?

Ein SaaS-Modell: Unser Modell kombiniert eine jährliche Lizenzgebühr mit einer per-Fahrzeug-Subscription. OEMs zahlen nur für die Fahrzeuge, die sie verbinden. Zusätzliche Premium-Module können flexibel hinzugebucht werden

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen?

Zu Beginn wollten wir zu viele individuelle Bedürfnisse unserer Kunden oder Leads gleichzeitig bedienen.

Was habt ihr daraus gelernt?

Wir haben gelernt, den Fokus zu schärfen und uns zunächst auf unsere Kernangebot einer skalierbaren Plattform und Infrastruktur zu konzentrieren.

Und wo habt ihr bisher alles richtig gemacht?

Früh auf eine offene, modulare Architektur gesetzt, die sowohl Motorräder als auch Boote oder andere Fahrzeuge nahtlos integriert – und von Anfang an auf eine sehr starke Skalierbarkeit fokussiert

Was ist euer nächstes großes Ziel?

Marktexpansion in Nordamerika und Asien, der weitere Ausbau strategischer Partnerschaften und die Weiterentwicklung neuer AI-gestützter Services.

Vielleicht noch ein paar persönliche Fragen – Stell dir vor, du würdest heute nochmal ganz von vorn starten. Was würdest du anders machen?

Von Beginn an weniger kundenspezifische Entwicklungen anbieten. Gerade am Anfang ist man oft versucht, alles zu machen, um die ersten großen Kunden zu gewinnen. Das kann jedoch schnell zu Lösungen führen, die schwer skalierbar sind und langfristig den Ausbau des Geschäfts bremsen.

Jede Gründung bringt Herausforderungen. Was war deine größte bisher – und wie hast du sie gelöst?

Die Balance zwischen technologischer Komplexität und Nutzerfreundlichkeit. Wir haben das gelöst, indem wir mit White-Label-Apps und Dashboards gearbeitet haben, die für jeden Nutzer – vom OEM-Manager bis zum Fahrer – intuitiv bedienbar sind.

Welche Entscheidung hat sich im Nachhinein als goldrichtig herausgestellt?

Von Tag eins auf eine skalierbare IoT-Cloud mit Echtzeitdaten, eine modulare Plattform und offene APIs zu setzen – verbunden mit einem klaren Fokus auf ein SaaS-Angebot statt auf Hardware oder kundenspezifische Einzelentwicklungen.

Was war der beste Ratschlag, den du je bekommen hast?

Konzentriere dich auf das, was du besser kannst als jeder andere – und hole dir für alles andere die richtigen Leute ins Team.

Welchen Rat würdest du anderen Gründer:innen mit auf den Weg geben – besonders jenen, die noch zögern?

Starte, bevor du dich bereit fühlst. Der Markt verändert sich schnell – Perfektion ist der Feind von Geschwindigkeit.

Was ist eine harte Wahrheit über Unternehmertum, über die zu wenig gesprochen wird?

Skalierung braucht Zeit, und grosse Kundenentscheidungen – insbesondere, wenn sie strategischer und langfristiger Natur sind – dauern oft länger, als man denkt.

Was war für dich ein echter „Gamechanger“ – ob Tool, Team oder Mindset?

Unser Kernteam – hochspezialisiert in Software, Cloud und Daten – und strategische OEM-Partnerschaften.

Was bedeutet für dich Erfolg – ganz persönlich?

Erfolg bedeutet für mich, einen spürbaren Beitrag zum unternehmerischen Ökosystem in der Schweiz zu leisten.

Wenn du anderen Gründern oder Unternehmer:innen in der Schweiz eine Botschaft mitgeben könntest – welche wäre das?

Denkt global, baut lokal – und habt den Mut, grosse Märkte anzugehen.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns so offen zu sprechen.

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