KnowS – Die Plattform, die Menschen und Skills verbindet

Hallo Ramin, vielen Dank, dass du dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Stell dich unseren Leser:innen doch mal kurz vor – wer bist du, und was machst du bei KnowS?

Ich bin Ramin Schams, Gründer und CEO von KnowS. Meine Aufgabe ist es, die Vision von KnowS voranzutreiben, unser Team zu leiten und die Plattform so weiterzuentwickeln, dass unsere Community mit bereits über 100’000 Mitgliedern weiterhin so schön nachhaltig wächst. Es motiviert mich jeden Tag, die Vielfalt an Generationen, Skills und Lebenswegen zu sehen, die sich auf KnowS begegnen und gegenseitig unterstützen.

Vielleicht möchtest du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

KnowS ist die Schweizer Plattform, auf der sich Menschen gegenseitig unterstützen, egal ob privat oder beruflich. Nutzer:innen können ihre Skills in Form von Anzeigen präsentieren und von potenziellen Auftraggebern kontaktiert werden. Gleichzeitig finden Auftraggeber schnell passende Unterstützung in ihrer Nähe. Alles läuft versichert, mit echtem Bewertungssystem und einfacher Bezahlung.

Welches Problem wollt ihr mit KnowS lösen?

Wir wollen den Zugang zu lokaler Hilfe vereinfachen und gleichzeitig Menschen eine Möglichkeit geben, mit ihren Fähigkeiten Einkommen zu erzielen. Viele suchen Unterstützung, wissen aber nicht, wo sie vertrauenswürdige Hilfe finden können und viele haben Skills, die ungenutzt bleiben. KnowS löst beides.

Wie würdest du deiner Großmutter KnowS erklären ?

Es ist wie ein moderner, digitaler Marktplatz im Dorf, wo sich alle kennen und helfen. Nur eben für die ganze Schweiz und sicher dank Versicherung, Bewertungen und verifizierten Helfern.

Wie funktioniert euer Geschäftsmodell ?

Die Registrierung und Inserate sind gratis. Bei einer erfolgreichen Buchung über unsere Plattform fällt eine kleine Servicegebühr an, die den Versicherungsschutz, die Zahlungsabwicklung und unseren Support abdeckt. Zusätzlich planen wir ein Abomodell, das Anbietern mehr Sichtbarkeit für ihre Skills ermöglicht.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Zu Beginn haben wir versucht, zu viele Zielgruppen gleichzeitig anzusprechen. Dadurch war unsere Botschaft verwässert.

Was habt ihr daraus gelernt ?

Fokus ist entscheidend. Wir sprechen heute klarer unsere Kernnutzer:innen an und passen unsere Kommunikation gezielt an.

Und wo habt ihr bisher alles richtig gemacht ?

Bei der Priorisierung von Vertrauen und Sicherheit. Wir haben zuerst dafür gesorgt, dass in jedem Sektor und jeder Branche genügend Angebote verfügbar sind. Versicherungsschutz, echte Bewertungen und geprüfte Anbieterprofile haben von Anfang an dafür gesorgt, dass sich unsere Community wohlfühlt.

Was ist euer nächstes großes Ziel ?

Wir wollen KnowS in der gesamten Schweiz als Synonym für lokale Hilfe und Skill-Sharing etablieren. Zusätzlich überlegen wir uns eine Expansion nach Deutschland, um auch dort Menschen einfach und sicher miteinander zu vernetzen.

Vielleicht noch ein paar persönliche Fragen – Stell dir vor, du würdest heute nochmal ganz von vorn starten. Was würdest du anders machen?

Früher auf Community-Building setzen, statt zuerst auf Reichweite.

Erinnerst du dich noch an den Moment, in dem du entschieden hast: Ich gründe ein Unternehmen!? Was war der Auslöser?

Ich wollte schon im Studium eine eigene Firma gründen, habe aber zuerst nach dem Abschluss meine Erfahrungen im Consulting bei verschiedenen Firmen gesammelt, um dann mein eigenes Ding zu machen. Der konkrete Auslöser kam, als ich selbst vergeblich nach kurzfristiger Hilfe gesucht habe und merkte: Es braucht eine Plattform, die das einfach und sicher möglich macht.

Jede Gründung bringt Herausforderungen. Was war deine größte bisher – und wie hast du sie gelöst?

Das Vertrauen der Nutzer:innen zu gewinnen. Wir haben das mit Versicherung, Bewertungen, einem aktiven Support-Team und einer Branding-Offline-Kampagne mittels Plakaten gelöst.

Welche Entscheidung hat sich im Nachhinein als goldrichtig herausgestellt?

Einen generalistischen Ansatz zu wählen, um nicht von einem einzelnen Sektor abhängig zu sein, Partnerschaften mit starken Marken wie der Zurich Versicherung einzugehen und auf verifizierte Nutzer zu setzen.

Was war der beste Ratschlag, den du je bekommen hast – und von wem?

Geduldig bleiben, Entscheidungen zu treffen und diese auch konsequent zu verfolgen, statt immer wieder schnell umzuentscheiden. Zudem sicherstellen, dass das Produkt von Anfang an funktionsfähig und ohne Bugs ist.

Welchen Rat würdest du anderen Gründer:innen mit auf den Weg geben – besonders jenen, die noch zögern?

Es wird nie den perfekten Moment geben. Mach dein Ding. Fang klein an, teste, lerne, passe an.

Was ist eine harte Wahrheit über Unternehmertum, über die zu wenig gesprochen wird?

Du wirst oft mehr scheitern als gewinnen, aber die Gewinne wiegen alles auf.

Welche Bücher, Podcasts oder Menschen inspirieren dich – und warum?

„The Lean Startup“ von Eric Ries, der Podcast „How I Built This“, und Gespräche mit Gründer:innen, die schon einige Jahre Erfahrung haben.

Was war für dich ein echter „Gamechanger“ – ob Tool, Team oder Mindset?

Zuzuhören, das Feedback unserer Community ernst zu nehmen und Features anzupassen, zu ändern und darauf aufzubauen.

Was bedeutet für dich Erfolg – ganz persönlich?

Wenn Menschen sagen: „Dank KnowS habe ich Hilfe gefunden“ oder „Dank KnowS konnte ich mir etwas dazuverdienen.“ Wenn Community-Mitglieder uns rückmelden: „KnowS hat mir einen echten Mehrwert gegeben.“

Wenn du anderen Gründern oder Unternehmer:innen in der Schweiz eine Botschaft mitgeben könntest – welche wäre das?

Baut Lösungen, die echte Probleme lösen und vergesst nie, den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen. Seid bereit, stetig zu lernen, euch anzupassen und euer Produkt weiterzuentwickeln. Habt den Mut, dranzubleiben, auch wenn der Weg länger dauert als geplant.

Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, mit uns so offen zu sprechen.

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