Blumenpost – die online Blumensträusse

Hallo Jan, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei Blumenpost kurz vor:

Mein Name ist Jan und gemeinsam mit Joëlle und Julia haben wir vor einem Jahr Blumenpost gegründet. Joëlle ist bei Blumenpost fürs Marketing und Sales verantwortlich, Julia für die Finanzen und ich übernehme die Bereiche Logistik, Vertrieb sowie die Website.

Vielleicht möchtest Du uns Euer Startup, ganz zu Beginn unseres Interviews, kurz vorstellen ?

Wir bieten online Blumensträusse aus 100% saisonalen und regionalen Schweizer Blumen an – als Einzelsträusse oder in verschiedenen Abos. Dabei beliefern wir seit Sommer 2019 Privatkunden und neu auch Geschäftskunden.

Welches Problem wollt Ihr mit Blumenpost lösen ?

Heute werden durchschnittlich etwa 70-80% aller in der Schweiz verkauften Blumen importiert – aus Holland, Kenia oder auch Ecuador. Dabei ist es für Konsumenten unmöglich, sich zu orientieren, weil Herkunftsangaben schlicht fehlen. Wir möchten Regionalität und Saisonalität bei Blumen so wie bei Früchten und Gemüse zu einem etablierten Thema machen und Konsumenten die Möglichkeit zu geben, sich auch für eine nachhaltige Variante zu entscheiden.

Wie ist die Idee zu Blumenpost entstanden ?

Begonnen hat die Reise mit Blumenpost im Herbst 2018, als die Helvetia Versicherungen für ihr 160. Jubiläum eine Pitch Session für Schweizer Startups ankündigte. Wir reichten das obligate 60-Sekunden-Pitch-Video für eine Idee ein, die uns seit einiger Zeit im Kopf herumschwirrte. Nach wenigen Wochen erhielten wir den Bescheid: Aus 153 Startups gehörten wir zu den 14 Finalisten und durften am Finale vor einer renommierten Jury in Zürich live pitchen. Wir waren überwältigt, als wir am Ende überzeugen konnten und zu den zwei Gewinnern zählen durften.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Blumenpost erklären ?

Blumenpost ist wie der Milchmann, nur bringen wir saisonale Blumen aus der Region.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Unserem Grundkonzept sind wir bis anhin treu geblieben. Trotzdem ändern wir ständig unser Angebot, und testen, was bei unseren Kunden auf Anklang stösst. So bieten wir nun neben unserem Kernstück „Abos“ auch Einzelsträusse an, haben unser Angebot mit mehr Grössen, verschiedenen Stilen und mehr Lieferfenstern ergänzt und lancieren nun einen Onlineshop mit Zusatzprodukten.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir setzen auf ein (für diese Branche) neues Geschäftsmodell: Wir bündeln unsere Auslieferungen, stellen das Abo-Modell in den Fokus und agieren online ohne stationären Laden. Dadurch kaufen wir nur ein, was wir auch tatsächlich verkaufen und halten kein Lager. Wir finden, das ist bei Blumen, die ja eine relativ kurze Lebensdauer haben, ein sehr wichtiger Punkt. So maximieren wir die Frische, verschwenden keine Blumen und minimieren unsere Fixkosten.

Wie genau hat sich Blumenpost seit der Gründung entwickelt ?

Wir haben uns in einem Jahr von einem kleinen Test-Projekt aus dem Keller zu einem laufenden Kleinbetrieb mit einem immer stärker werdenden Brand und Kundenbasis entwickelt.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Da wir erst seit einem Jahr wirklich live sind, steckt Blumenpost immer noch in den Kinderschuhen. Trotzdem konnten wir im letzten Jahr (auch dank dem Lockdown) stark wachsen, sodass wir nun alle zu 100% vom bestehenden Geschäft leben können und zusätzlich zwei Vollzeitstellen finanzieren können.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Bis jetzt ist zum Glück noch nicht so viel schiefgegangen. Trotzdem hatten wir unsere stressigen Tiefpunkte wie bspw. als eines unserer Fahrzeuge für die Auslieferung abgelegen ist oder als wir einen Blumenstrauss ausliefern mussten, der uns selber nicht gefiel – da kam dann auch wirklich negatives Feedback. Aber wir haben draus gelernt!

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir sind momentan zu 100% eigenfinanziert.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Unser grösstes Ziel im 2020 ist es, Fuss im Marktsegment der Geschäftskunden zu fassen und gleichzeitig unseren Brand im Raum Zürich weiterzuentwickeln.

Vielen Dank für das Interview.

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