Apiax kümmert sich um Technologielösungen für regulatorische Verwendungszwecke

Hallo Giuliano, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei Apiax kurz vor:

Wir bei Apiax sind ein RegTech-Startup aus Zürich. RegTech steht für regulatory technology und bedeutet einfach gesagt, dass Technologielösungen für regulatorische Verwendungszwecke gebaut werden. Unser Unternehmen wurde 2017 gegründet und hat mittlerweile 40 Mitarbeitende in Zürich, Lissabon und London.

Vielleicht möchtest Du uns ganz zu Beginn Euer Startup Apiax kurz vorstellen ?

Das Schweizer Startup Apiax digitalisiert Finanzregulierungen und ermöglicht damit Unternehmen in jeder Situation regelkonform handeln zu können. Apiax arbeitet eng mit Compliance-Profis wie Allen & Overy, EY und BDO zusammen. 2017 wurde Apiax von Philip Schoch, Nicolas Blanchard, Ralf Huber und Thomas Suter gegründet. Heute zählt das Startup bereits über 40 Mitarbeitende und ist an den Standorten Zürich, London und Lissabon vertreten. 

Welches Problem wollt Ihr mit Apiax lösen ?

Unternehmen auf der ganzen Welt werden mit immer mehr Gesetzen, Regeln und Vorschriften konfrontiert, die sie einhalten müssen. Geschäfte auf regelkonforme Art und Weise zu tätigen und nachzuweisen, dass sie in konformer Weise durchgeführt wurden, wird immer komplexer und anspruchsvoller. Gleichzeitig bewegen sich Organisationen auf vollständig digitale Prozesse zu, die ebenso konform sein müssen wie manuelle Prozesse. Noch nie war es so wichtig wie heute, neue und technologiegestützte Wege zu finden, um diese Herausforderungen anzugehen. 

Wie ist die Idee zu Apiax entstanden ?

Wir haben die Auswirkungen der zunehmenden regulatorischen Komplexität aus erster Hand und aus verschiedenen Blickwinkeln miterlebt. Wir Gründer haben uns per Zufall kennengelernt und eine gemeinsame Leidenschaft gefunden: die Bewältigung regulatorischer Herausforderungen durch Technologie. Das eine führte zum anderen und jetzt, nach drei Jahren, haben wir eine Unternehmung aufgebaut, die Grossbanken als Kunden zählt.

Wie würdest Du Deiner Großmutter Apiax erklären ?

Apiax macht es extrem einfach, sich an Finanzmarktregeln zu halten. 

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Interessanterweise nicht. Wir haben immer noch die gleichen Ziele wie ganz zu Beginn. Auch wenn wir heute vieler besser verstehen als damals, hat sich an den Grundüberlegungen eigentlich nichts geändert.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Bei Apiax arbeiten wir hauptsächlich mit zwei Angeboten: dem „Regulatory-as-a-Service“ (RaaS) und dem „Software-as-a-Service“ (SaaS) Angebot. Mit unserem SaaS-Angebot ermöglichen wir es unseren Kunden, auf der Apiax-Plattform ihr eigenes Fachwissen ohne Coding-Kenntnisse zu 
digitalisieren. Zudem arbeiten wir mit Partnern – darunter Anbieter wie EY, Allen & Overy und BDO zusammen, die unseren Kunden eine fixfertige RaaS-Lösung anbieten. Mit diesem Angebot profitieren unsere Kunden von einer Quelle aktueller und geprüfter digitaler Regeln, auf die sie sofort zugreifen und in bestehende Arbeitsabläufe integrieren können. 

Wie genau hat sich Apiax seit der Gründung entwickelt ?

Zu Beginn ging es einfach darum, Finanzregeln zu digitalisieren und sie den Kunden anhand von klaren Antworten auf eine einfache Art zu präsentieren. Momentan sind wir an dem Punkt angelangt, dass wir die Drehscheibe für digitale Compliance-Regeln werden wollen. 

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Heute sind wir ein Team von mehr als 40 erfahrenen Fachleuten mit Hauptsitz in Zürich und Standorten in London und Lissabon. Unsere Mitarbeitende besitzen ein breites Spektrum an Fähigkeiten und einen Erfahrungsschatz, der für Start-ups aussergewöhnlich ist und es uns ermöglicht, für unsere Kunden Produkte mit echtem Mehrwert zu entwickeln.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Unseren ersten richtigen Rückschlag hatten wir, als uns zum ersten Mal ein Mitarbeiter verlassen hat – ein Software-Ingenieur. Mittlerweile arbeitet er wieder bei uns. 

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Solche Dinge passieren. Wir haben versucht, das Beste daraus zu machen. Unserer Meinung nach haben wir es damals gut gemanagt, denn heute sind wir 40 Mitarbeitende verteilt auf 3 verschiedene Standorte.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Alles richtig machen ist doch schwierig. In den letzten Jahren haben wir viele wichtige Entscheide gefällt, die unsere Unternehmung in eine vorteilhafte Situation gebracht haben. Natürlich haben wir dabei auch viele Fehler gemacht. Wo wir aber gut sind, ist, ein Team aufzubauen, das sich trotz Rückschlägen immer wieder motivieren und neue Wege finden kann. 

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir haben in zwei Finanzierungsrunden bisher rund 8 Millionen US-Dollar aufgenommen. Zu den Investoren zählen unter anderem XAnge und e.ventures. 

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Wir wollen in unser Produkt, unsere Standorte und unser Team investieren. Dazu gehört auch eine Expansion nach Singapur in der zweiten Hälfte des Jahres. Nicht zu vergessen: Auch wenn wir uns derzeit noch auf Finanzdienstleistungen konzentrieren, wollen wir in Zukunft Unternehmen in allen wichtigen Branchen mit unseren Produkten versorgen. Deshalb halten wir Ausschau für neue Anwendungsfälle in anderen Industrien.

Vielen Dank für das Interview.

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